Naturzauber

Das Wesentliche ist spürbar.

Ein chemischen Zauber aus Kalk, Wasser und Pflanzen…

Die Kalksinterterassen

eine geologische Besonderheit, die an kleinen Quellaustritten im Hangbereich der Schlucht zu finden sind. Die Sinterterassen sind empfindliche Naturgebilde.

Ihre Entstehung erklärt man sich als chemische Reaktion des Grundwassers mit der Luft im Quellbereich. Regenwasser das in die eiszeitlichen Schotter einsickert, löst aus dem korbonatischen Gesteinen Kalk und weitere mineralische Stoffe.

Wo diese Quellwasser zutage treten wird der Druck des Grundwassers frei und das kalte Wasser erwärmt sich. Der gebildete Kalksinter kann sich genau da ablagern, wo das Quellwasser über Moos-und Alpenteppiche fließt. Feinkristalline Krusten legen sich um Sand, Steinchen, Zweige und Moose.

Genießen ~ Schützen ~ Erhalten

So kann die Faszination dieses komplexen Prozesses unzerstört weiterhin erlebt werden.

Oh Mensch, wir brauchen doch nur achten und schützen die Natur!

Zum Abschluss möchte ich euch gerne noch über das Handwerk des Kalkbrennens erzählen.

Kalkstein und Kalksinter wurden bereits im frühen Mittelalter im gebrannten Zustand als Bindemittel für den Mauerwerksbau in Burgen, Klöstern und Kirchen verwendet.

Ende des 15. Jahrhunderts gab es im Tölzer Land bereits 15 Kalköfen. Ende 18.Jahrhundert transportierten auf der Isar jährlich mehr als 800 Flöße die kostbare Kalkfracht nach München. Die Kalkbrenner waren meinst Bauern, die auch in Peiting nahe des alten Ammerlaufs Kalk brannten. Heute sind nur noch wenige Kalköfen in Betrieb.

Der Zauber aus Kalk, Wasser und Pflanzen.

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