“FRAUEN, WENN WIR HEUTE NICHTS TUN, LEBEN WIR MORGEN WIE VORGESTERN“

Und wieder einmal sind es die Künste, die mein Dasein nähren und mich entdecken lassen, worauf es ankommt. Die heimischen Inspirationen bestärken die Fähigkeiten, auf einfallsreichen Wegen ein Handeln zu kultivieren. Ja, nicht zuletzt sind auch die Werte, die wertvoll erscheinen, zu kultivieren.

Ich kultiviere gegenwärtig die Kunst des Fegens. Sei es das Laub zusammenfegen im Garten oder auf dem Schulhof. Im Klassenzimmer den Besen zu schwingen und dabei aktiv zu werden im Handeln. Es gibt wirklich so zauberhafte Rechen und Besen. Ich bin immer wieder von Neuem begeistert.
Die Freude, die ich an dieser scheinbar simplen Tätigkeit empfinde, eröffnet mir, die Erfahrung einer erlebbaren Einfachheit zu erkennen, und inspiriert mich dazu, einige neue Klänge wahrzunehmen.

Eine wundersame Klarheit erstrahlt den Raum und schenkt dem Handeln eine tiefe Schönheit. Wie von einer geistigen Blume strömt dieser frische Duft durch die Zeiten. Möglicherweise blitzen im Verweilen die erfrischten Denk- und Handlungsweisen hervor, um diese mit einem Funkeln der inneren Herzenswärme noch tiefer und stabiler zu verbinden und einander zu bestärken.
Ich wünsche es uns so sehr. Es sind gar nicht die großen Taten notwendig, doch
„Wo ein Unrecht herrscht, ist ein Handeln die einzige Antwort.“
Dieser kraftvolle Satz vermittelt die Botschaft, dass Ungerechtigkeit weder stillschweigend noch tatenlos akzeptiert werden darf.
“FRAUEN, WENN WIR HEUTE NICHTS TUN, LEBEN WIR MORGEN WIE VORGESTERN“
Ein bezauberndes Zitat von der Künstlerin Annemirl Bauer (1939–1989, DDR)
Bruch ist in der Welt – Eine Retrospektive einer sehr interessanten Frau, Künstlerin, die an Zivilcourage, Widerstand und gesellschaftlichen Wandel glaubte. Sie kämpfte für ein offenes Land und für ein freies Denken.
Es lohnt sich wirklich, diese Ausstellung in Potsdam im Kunsthaus „Das Minsk“ zu besuchen oder einen Blick bei…
Annemirl Bauer Bruch ist in der Welt 05. September 2026DAS MINSKhttps://dasminsk.de › ausstellungen › annemirl_bauer